Tervetuloa

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Es ist der 11.08.04, heute Nachmittag war mir langweilig . . . das kam dabei heraus.
Du weißt nicht, was der Bunker ist? Shame on you, aber ich bin ja ein netter Mensch . . .
http://www.therasmus.de/phpBB2/viewtopic.php?t=7299


Ein paar Meter noch. Links, eine dunkle Gasse entlang. In der Ferne höre ich Schritte unaufhaltsam näher kommen. Mein Herz pumpt wie verrückt um meine überstrapazierten Muskeln mit genügend Sauerstoff zu versorgen. Die Lungen stechen, das Atmen fällt immer schwerer.
Rechts, wieder eine dunkle Gasse. An den Seiten stehen ausgeschlachtete Autos, die unheimliche Schatten auf den spärlich beleuchteten Asphalt werfen. Für einen kurzen Moment denke ich, ich hätte sie endlich abgehängt, aber eine Sekunde später höre ich wieder die hallenden Tritte in meinen Ohren rauschen. Es sind viele, kleine, flinke Füße.
Mit Tränen in den Augen presse ich mein kleines Stoffeichhörnchen enger an mich. Klein Purzel werden sie nicht bekommen, dafür sorge ich. Lieber würde ich mich ihnen ausliefern als mitansehen zu müssen, wie sie meinen armen kleinen Schatz mit ihren dreckigen Finger begrapschen.
Niemand ist da um uns zu helfen, sie haben alle mit ihrer fiesen Masche eingewickelt. Sie haben Pauli Schokolade gebracht und haben ihn gekrault, sogar da, wo ich Aki immer kraulen muss, wenn er Verspannungen hat . . . Pf, der blöde Affe. Tag für Tag hab ich ihn gekrault, ich hab es sogar irgendwann gerne gemacht und was macht er? Lässt eine von i h n e n auf seinem Knie reiten . . . dann sind sie in meine Koje gegangen und haben Someone else geübt . . . das war so gemein! Eero hat meditiert und mein Schreien ignoriert, als sie angefangen haben, mich mit Nüssen zu bewerfen. Ich dachte, sie würden aufhören, wenn ich aus dem Bus gehe, aber sie sind mir nachgelaufen, verfolgen mich immer noch.
Angestrengt halte ich die Luft an und luge vorsichtig um die Ecke. Noch bevor ich etwas sehen kann bekomme ich eine dicke Walnuss ins Gesicht und jaule vor Schmerzen auf. Dann erinnere ich mich an das, was mir meine Mama immer gesagt hat. Sei ein großer Junge, Lauri. . . . sei ein großer Junge . . . aber wie denn? Sie haben über meine Schuhe gelacht, sie haben mich richtig ausgelacht! Das war so gemein, dass ich weinen musste, aber da haben sie nur noch mehr gelacht.
Vor Demütigung winselnd umklammere ich mein Hörnchen und laufe weiter die Straße hinab. Ich muss ihnen entkommen, ich muss einfach!!
Wären wir nur nie zu diesem gottverdammten Gig gekommen . . . es weiß doch jedes Kind, dass Hamburg eine gefährliche Stadt ist. Eigentlich darf ich ja auch nicht alleine raus, aber es war ja niemand da, der mich an die Hand genommen hat. Und wenn ich nicht gegangen wäre, dann hätten sie Purzel mitgenommen, meinen kleinen Purzel . . . Er ist immer für mich da, wenn ich traurig bin und er kann soooooo toll kraulen . . .
Oh nein. Eine Wand. Panisch sehe ich mich um, aber hier ist nichts, keine Leiter, kein Zaun zum drüberklettern, nichts. Ich bin verloren . . .
Plötzlich verlangsamen sich die Schritte und nach und nach biegen sie alle um die Ecke, um sich ein paar Meter vor Purzel und mir aufzubauen. Seit sie mir meine Schuhe abgenommen haben sind sie alle größer als ich. Jede von ihnen hat ein kleines Hörnchen auf der Schulter und böse Dinge auf dem T-Shirt stehen. Plötzlich treten zwei von ihnen aus der Menge und bewerfen mich mit Nüsschen und Gurkenstücken, bis ich zusammengekauert in der Ecke kauere und vor mich hinwinsle. Als mich eine letzte Nuss auf meinen kleinen Feuerwehrmann trifft, geht ein schriller Pfiff durch die Gasse und die beiden lassen von mir ab. Jetzt tritt eine andere hervor und stampft mit ihrer Fahne auf den Boden. Sofort herrscht Totenstille . . . Anscheinend gilt Pink bei diesen Kreaturen als Signalfarbe . . .
„Lauri Johannes Ylönen alisas Mopsi, auf Grund deines abartigen Kleidungsstils und arroganter Lebensweise sehen wir uns gezwungen, das Streifenhörnchen Purzel in unsere Obhut zu nehmen und ihm im Bunker ein artgerechtes Leben abseits sexueller Nötigungen durch impotente Frontobjekte zu bieten.“
„Nein, geht weg, das ist mein Hörnchen!“ Heule ich los und presse meinen kleinen Schatz an mich.
„Gib uns das Hörnchen!“
„Neeiheiheiheiiiiiiiiiiin!!!“ Heiße Tränchen kullern über meine runden Backen. Mama findet sie süß aber die da lästern immer über sie, das ist so gemein . . .
„Du willst doch nicht etwa gebunk’d werden, oder?!“
„NEIIIN! Nicht bunken, bitten nicht!“
„Dann gib uns jetzt das Hörnchen.“
„Aber es ist doch mein kleiner Purzel . . . aua, geht weg, ihr seid so blööd!“
„Purzel mag aber nicht, was du jede Nacht mit ihm in deiner Koje machst.“
Ein Raunen geht durch die kleine Gruppe, ein paar Nüsse fliegen und treffen mich hart.
„Er hat sich noch die beschwert . . .“
„Na gut, Mädels. Alles vorbereiten für Bunkung vorbereiten.“
„Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeein, bitte nicht!“
„Her mit dem Hörnchen!“
Heulend und schniefend löse ich meine zitternden Ärmchen von Purzel und sehe zu, wie er flink davonwieselt und auf die Schulter der Oberbunkerin springt.
„Na also, geht doch . . . zurück zum Bunker, und vergesst nicht die Nüsse mitzunehmen.“
Mit einem letzten Schluchzen wische ich mir das Wasser aus den Augen und sehe zu, wie der letzte Bunk um die Ecke verschwindet. Ich habe Angst . . . ich weiß, sie werden wieder kommen . . . im Oktober.



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